NEUENKIRCHEN (mwi). Stilecht waren sie am vergangenen Wochenende nach Neuenkirchen/Vahlzen gekommen, um in der Heide etwas für den Naturschutz zu tun: Mitglieder der neugegründeten Berliner Waldjugend reisten mit ihrem traditionellen großen Rundzelt, Jurte genannt, beim Bio-Bauern Karl Baden an, um in "Forst und Feld aufzuräumen".
Kontakte zu den Berliner Jugendlichen hat Karl Baden über seine geschäftlichen Verbindungen in die geteilte Stadt bekommen: "Wir verkaufen dort viele unserer Produkte. Darüber haben wir einen Forstwirtschaftsmeister kennengelernt, und der wiederum brachte die Gruppe hierher", so der Bio-Landwirt.
Die Jugendgruppe, die mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Berlin zusammenarbeitet, war jedoch nicht nur zum Vergnügen auf den Hof in Vahlzen gekommen.
Ihr Ziel war eine halbverfallene Jagdhütte in einem Wäldchen bei Sprengel, um dort mit den Renovierungsarbeiten zu beginnen, soll doch das hergerichtete Gebäude später einmal als Stammquartier für Berliner Naturschützer und als Treffpunkt mit Gleichgesinnten aus der Heide dienen.
Daneben gab es aber am vergangenen Wochenende auch Arbeit im Wald selbst: Unter fachkundiger Anleitung begannen die Jugendlichen, Laubhölzer in dem nicht sehr artenreichen Sitkafichten-Stangenholz freizustellen und die Fichten zu durchforsten.
An den Wochenenden und in den Ferien wollen die Waldjugend-Mitglieder ihre Arbeit wieder aufnehmen, um das neue Domizil möglichst bald nutzen zu können.