Samstag, 3. April 1993
Waldbrand im Briesetal
Waldjugend hilft der Oberförsterei Borgsdorf bei der Wiederaufforstung
Am 30. Juni 1992 brach ein großflächiger Waldbrand nördlich von Berlin im Landkreis Oranienburg aus. Innerhalb kurzer Zeit waren 265 Hektar dieses Landschaftsschutzgebietes Briesetal zerstört. In diesem Jahr wütete bei Guben ein Feuer auf 500 Hektar Fläche.
Die Waldjugendgruppen Berlin und Oranienburg riefen die umliegenden Schulen auf, der Oberförsterei Borgsdorf bei der Wiederaufforstung im Briesetal zu helfen. "Dieti" (Helga Garduhn) mobilisierte mit der Oranienburger Waldjugend viele Helfer. Am 3. April 1993 brachten 80 junge Leute aus umliegenden Schulen ihre Spaten mit.
Die verbrannten Bäume mussten zuerst eingemulcht werden, was das Pflanzen auf dieser Fläche erschwerte. Die Stiftung Naturschutz Berlin sorgte für Verpflegung in den Pausen. Der Patenförster der Berliner Waldjugend, Klaus Hamer, ermunterte uns alle durch seine Pflanzleistung. Der Direktor des Amtes für Forstwirtschaft Borgsdorf war überrascht über die große Anzahl junger Leute. Das macht Hoffnung!
Doch der Direktor äußerte gegenüber dem SFB-Hörfunk seine Sorgen: Auf seinem Schreibtisch lägen Anträge für Planungen, rund 500 Hektar Wald abzuhacken. Da gibt es nun Waldsterben durch Luftschadstoffe und Waldbrände. – Und nun auch noch Waldsterben durch verantwortungslose Planer!
Marian Przybilla - DWJ Landesverband Berlin (179 Wörter)
Themen: Die Info, Forsteinsatz