Waldjugend schützt Ameisen

Berliner Gäste im Odenwald – Arbeit und Unterhaltung

ODENWALDKREIS (khd). Berliner Laute werden in dieser Woche häufiger im Odenwald zu hören sein als üblich. Seit vergangenem Sonntag nämlich weilen zehn Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren aus der ehemaligen deutschen Hauptstadt im Kreisgebiet und werden von einem Begleiter und dem Hessischen Forstamt Höchst betreut. Sie gehören zur Berliner Waldjugend, einer Organisation der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Wie Forstoberrat Hans-Jürgen Dröscher mitteilt, fielen die jungen Berliner während der vergangenen Grünen Woche Staatssekretär Dr. Rudolf Maurer bei einem Besuch dort besonders auf, so daß das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten die Jugendlichen in den Odenwald einlud.

Seit Sonntag leben die Jugendlichen im Kreisgebiet, am kommenden Sonntag werden sie wieder abreisen. Während dieser Tage arbeiten die Besucher täglich vier Stunden im Wald der Reviere Höchst, Breuberg, Bad König und Nieder-Kinzig. Zu den Aufgaben der jungen Leute gehören Arbeiten zur Pflege des Waldes und dessen Tierwelt. Fledermauskästen werden aufgehängt, Ameisenhaufen durch besondere Vorrichtungen vor Mensch und Tier geschützt, künstliche Astungen werden ebenso vorgenommen wie das Schützen von einzelnen Bäumen vor Wildverbiß, ökologische Vogelschutzmaßnahmen und andere wichtige Arbeiten.

Doch Arbeit allein steht nicht auf dem Programm, das Forstamt hat sich auch um Besichtigungen interessanter Stätten im Kreisgebiet gekümmert und für Spiele im Freien gesorgt. Am Freitag (7.) um 10 Uhr trifft sich die Berliner Waldjugend im Waldhubenhof von Friedrich Kübler im Mossautaler Ortsteil Hüttenthal zusammen mit Staatssekretär Dr. Rudolf Maurer und Landesforstmeister Professor Dr. Hans-Joachim Fröhlich zu Diskussionen und Besichtigungen.

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