Das Krampnitzer Revier im Potsdamer Land ist für die Gruppe aus Winden (Nordrhein-Westfalen) schon ihr Patenrevier. Im vorigen Jahr haben sie im Naturschutzgebiet Königswald die Römerschanze wieder für Touristen begehbar gemacht, den alten Burggraben neu angelegt, eine Brücke darüber gebaut. Mit etwas Phantasie ist die slawische Burganlage wieder als solche zu erkennen. Dieses Jahr nun pflanzten die Lagerteilnehmer aus den alten und neuen Bundesländern etwa 30.000 Bäume – überwiegend Traubeneichen – auf ca. 2,5 km Länge auf dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen Sacrow und Berlin-Kladow.
Aber es wurden nicht nur Bäume gepflanzt, sondern auch Reisigwälle angelegt. Sie sollen Ausflügler am tieferen Eindringen in besonders zu schützende Bereiche abhalten, bedrohten Tierarten Unterschlupf bieten. Nahe des Sacrower Schlosses sieht man, nachdem der Wildwuchs drumherum entfernt wurde, eine etwa 300 bis 400 Jahre alte Eiche. Ein Naturdenkmal mit rund 4,5 m Stammumfang, das die Blicke auf sich ziehen soll, der Reisigwall dahinter signalisiert: "Bitte nicht weitergehen!".
Mit der Grenzöffnung begann auf das Krampnitzer Revier der große Ansturm. Ströme großstadtmüder Berliner ergossen sich nun an den Wochenenden in den Königswald.