Donnerstag, 29. Mai 2008 Landkarte (Beta)
Die Natur begreifen
Siebtklässler werden am Naturschutzturm unterrichtet
Hohen Neuendorf/BIRKENWERDER. – Die fünf siebenten Klassen der Regine-Hildebrandt-Schule haben ihren Biologieunterricht abwechselnd für einen Tag in die Natur verlegt, nämlich zum Grenzturm der Waldjugend zwischen Hohen Neuendorf und Berlin-Frohnau. "Eigentlich ist der Wald im November Thema, aber wir haben uns für naturnahen Unterricht entschieden", sagt Bio-Lehrerin Silke Mydlaszewski. Begreifen komme eben manchmal von anfassen, erläutert Helga Garduhn. Die Vorsitzende des Vereins Naturschutzturm Berliner Nordrand übernimmt als ehemalige Lehrerin Teile des Unterrichts. Sie zeigt den Siebtklässlern, wie sich Pflanzenarten mit dem Drehfix bestimmen lassen, einem einfachen Hilfsmittel. Mit dem Gerät identifizierten die Jungen und Mädchen der 7d unter anderem den Baum des Jahres 2008, die Walnuss.
Andere Teile des Unterrichts übernimmt Ulrike Fölsche, die ehrenamtlich für den Naturschutzverein arbeitet. Sie führt die Klassen durch das Kräuterbeet und zeigte den Schülern unterschiedliche Biotope. Außerdem ging sie auf die Geschichte der Berliner Mauer ein. "Das war interessant", sagt Joana Weinert. Die 13-Jährige hat insbesondere der historische Teil gefallen. Der Geschmack von Robinienblüten war für Oliver Klingst eine neue Erfahrung.
"Gestern haben sich zwei Schüler gemeldet, die in unserem Verein als Waldjugendliche mitmachen und aktiven Naturschutz leisten wollen", freut sich Helga Garduhn. Für sie ist jede Veranstaltung auch ein Stück Werbung. Deshalb vergisst sie nicht zu erwähnen, dass das Turmgelände mit Pavillon auch vermietet wird. Denn Einnahmen werden dringend gebraucht, etwa für den defekten Brunnen. Da sei jede Unterstützung willkommen.
ht, Märkische Allgemeine (229 Wörter)
Themen: Medienecho, Naturschutzturm